Stand: 13. September 2026. Prototyp in Erprobung. Dies ist keine Rechtsberatung.
Verantwortlicher
Dominik Wismer, Zürich, Schweiz
Zweck der Anwendung
Soveno gleicht Lernprodukte mit ausgewählten Kompetenzen des Lehrplans 21 ab und erstellt Feedback-Entwürfe für Lehrpersonen. Die fachliche Beurteilung bleibt bei der Lehrperson.
Welche Daten bearbeitet werden
- In der Erprobung sind nur erfundene oder KI-erzeugte Arbeiten vorgesehen, keine echten Schülerarbeiten, auch keine anonymisierten, und keine echten Personendaten von Schülerinnen und Schülern.
- Fotos werden auf dem Gerät in der Regel auf höchstens 1600 Pixel verkleinert und dabei neu berechnet (gelingt das dem Browser auf keinem von zwei Wegen, geht das Originalbild) und dann als Ganzes übermittelt.
- Metadaten im Foto wie Aufnahmeort, Aufnahmezeit und Gerät werden vor dem Senden an den KI-Dienst entfernt. Im Browser fallen sie beim Neuberechnen weg. Geht doch einmal das Originalbild an den Server, entfernt dieser sie bei JPEG- und PNG-Dateien, bevor er das Foto weitergibt: Er behält nur die Bilddaten und Angaben zur Darstellung wie Drehung und Farbprofil, alles andere lässt er weg, bei einer beschädigten Datei auch, was sich nicht mehr lesen lässt. Andere Bildformate (etwa HEIC) gehen in diesem Fall unverändert weiter.
- Namen und Gesichter auf einem Foto kannst du vor dem Senden mit „Abdecken“ beim Foto schwärzen: Rechteck darüberziehen, bei „Fertig“ wird die Stelle fest ins Foto geschwärzt, und von da an wird nur noch diese Fassung gesendet. Das ist freiwillig. Was du nicht abdeckst, geht mit: Ein Name auf dem Blatt wird sonst nicht vor der Übermittlung entfernt. Bei der Auswertung wirkt danach eine Schwärzung (siehe unten). „Abdecken“ gibt es für Fotos im Modus „Foto (Plakat/Blatt)“. Bei „Foto → Text“ und „Auftrag fotografieren“ geht das Foto ohne diesen Schritt direkt zur Texterkennung. Die Texterkennung hat keine Schwärzung, auch nicht bei den Lernwörtern aus Fotos: Der erkannte Text kommt unverändert zurück und wird so weiterverwendet. Namen deshalb am besten schon vor dem Fotografieren abdecken.
- Bei der Auswertung meldet das Modell identifizierende Angaben wie Namen, Adressen und Orte; der Code ersetzt sie dann in der Ausgabe durch Platzhalter wie
[Name]oder[Ort], auch in der Transkription und in den Zitaten. E-Mail-Adressen, Telefonnummern im Schweizer Format und IBAN erkennt der Code selbst. Ersetzt werden nur ganze Wörter. Eine Angabe bleibt stehen, wenn das Modell sie übersieht, wenn sie kürzer als drei Zeichen ist oder wenn ein Name gebeugt vorkommt (etwa „Tims“ statt „Tim“). Nicht geschwärzt werden die Ergebnisse der Texterkennung, die Lernwort- und Fachwort-Vorschläge und die Lernzieltexte. Die Massnahme wirkt erst nach der Übermittlung und ist eine zusätzliche Sicherung, kein Garant. - Die Taste „Einfach“ schickt den Text fürs Kind so, wie er im Feld steht, also mit allen deinen Ergänzungen, nochmals an den KI-Dienst. Eine Anrede am Textanfang bleibt dabei auf dem Gerät, E-Mail-Adressen, Telefonnummern und IBAN werden vorher ersetzt. Namen im Text erkennt die Taste nicht: Tippe deshalb keine Namen in den Text fürs Kind, den Namen schreibst du von Hand aufs Blatt.
- Kontext-Einstellungen (Stufe, Fach, Kanton, Auftrag, Lernziele) werden nur lokal im Browser gespeichert (localStorage), nicht auf dem Server. Auftrag und Lernziele werden sieben Tage nach ihrer letzten Änderung beim nächsten Öffnen der App verworfen; Stufe, Fach, Kanton und Anforderungen bleiben. Bei Einstellungen, die vor dieser Regel gespeichert wurden, beginnen die sieben Tage beim ersten Öffnen danach. Wird die App nicht mehr geöffnet, bleiben sie im Browser liegen, bis du sie löschst.
- Der Zugangscode für den Pilot wird lokal im Browser gespeichert.
- Ein laufender Klassensatz wird bei jeder Änderung lokal im Browser zwischengespeichert, auch beim Bearbeiten des Texts fürs Kind, damit ein geschlossenes Fenster die Arbeit nicht vernichtet. Gesichert werden der Kontext (Fach, Stufe, Auftrag, Lernziele, bei einem anderen Kanton als Zürich auch der Kanton) und je Arbeit: die Nummer, die Auswertung samt Transkription, der Text fürs Kind mit allen deinen Korrekturen, die Lernwörter und im Textmodus der eingegebene Originaltext. Keine Fotos. Geschwärzt ist nur die Auswertung. Der Text fürs Kind, die Lernwörter und der Originaltext im Textmodus sind es nicht.
- Die Sicherung selbst wird nicht übermittelt. Bei „neu rechnen“ geht der gesicherte Text der Arbeit aber erneut an den KI-Dienst. Sieben Tage nach der letzten Änderung wird die Sicherung beim nächsten Öffnen der App verworfen. Wird die App nicht mehr geöffnet, bleibt sie im Browser liegen, bis du sie löschst. Sofort löschen lässt sie sich über „zurücksetzen“, „Verwerfen“, „Neuer Auftrag“ oder den Knopf weiter unten.
- „Kopieren zum Einfügen“ und „Als Datei speichern“ (unter „Für Excel-Liste“ im Klassensatz) bauen die Tabelle im Browser, dafür geht nichts an den Server oder an den KI-Dienst. Die Tabelle enthält je Arbeit die Nummer, den Stand je Lernziel und den Text fürs Kind, so wie er im Feld steht, dazu beim Speichern (beim Kopieren auf Wunsch) eine Kopfzeile mit den Lernzielen. Fotos, Transkription und Belege kommen nicht hinein, Namen fügt Soveno keine hinzu. Was danach in der Zwischenablage oder in der gespeicherten Datei liegt, ist in deiner Verantwortung, wie bei einer Word-Datei.
Verarbeitung durch KI-Dienste
Zur Analyse werden das Foto bzw. der eingegebene Text an einen KI-Cloud-Dienst übermittelt, zurzeit Anthropic mit Verarbeitung in den USA. Ebenfalls an den KI-Dienst gehen: beim Vorschlagen von Lernzielen der Auftrag und die ersten 1200 Zeichen des Schülertexts, für einen stabilen Vorschlag fünfmal gleich; bei den Lernwörtern der Text des Produkts, bei der KI-Suche im Lehrplan dein Suchbegriff und bei der Taste „Einfach“ der Text fürs Kind. Schlägt eine Anfrage vorübergehend fehl, wird sie bis zu dreimal gesendet. Die Daten werden gemäss den Bedingungen des Anbieters nicht zum Training der Modelle verwendet.
Aufbewahrung beim Anbieter: Ein- und Ausgaben der Programmierschnittstelle werden innerhalb von 30 Tagen gelöscht. Wird eine Anfrage von den automatischen Systemen des Anbieters als Verstoss gegen dessen Nutzungsrichtlinien markiert, werden Ein- und Ausgaben bis zu 2 Jahre und die Einstufungswerte bis zu 7 Jahre aufbewahrt. Diese Ausnahme ist bei Schülerarbeiten nicht zu erwarten, wird hier aber der Vollständigkeit halber genannt. Eine Vereinbarung ohne jede Aufbewahrung („zero data retention“) ist beim Anbieter auf Anfrage erhältlich.
Zwischenspeicherung von Prompts wird nur für den Lehrplankatalog verwendet, also für öffentlichen Lehrplantext. Die Analyse von Schülerarbeiten läuft ohne Zwischenspeicherung.
Für den produktiven Einsatz ist eine Verarbeitung in der EU vorgesehen, bevorzugt über Amazon Web Services (Bedrock) in Irland, alternativ über Google Vertex AI in der EU; welcher Weg gewählt wird, ist Gegenstand der Vorabkontrolle.
Speicherung und Aufbewahrung
Die Lernprodukte werden nicht dauerhaft auf dem Server gespeichert; die Analyse erfolgt pro Anfrage. Beim Vorschlagen von Lernzielen merkt sich der Server das Ergebnis im Arbeitsspeicher und verwendet es bis zu 12 Stunden lang, damit derselbe Auftrag beim zweiten Klick dieselben Ziele ergibt; danach löscht er es beim nächsten Zielvorschlag. Gemerkt werden nur die vorgeschlagenen Lernziele und als Schlüssel eine Prüfsumme von Auftrag und Textauszug (samt Fach, Zyklus und Anforderungen, bei einem anderen Kanton als Zürich auch dem Kanton), nicht der Auftrag und nicht der Schülertext selbst. Für die Obergrenze pro Zugang zählt der Server im Arbeitsspeicher die Zeitpunkte der Anfragen je Kürzel, ohne Inhalte; Zeitpunkte, die älter als 24 Stunden sind, löscht er bei der nächsten Anfrage. Diese Zähler kommen nicht ins Protokoll. Ein Neustart des Servers leert beide Speicher. Die Serverprotokolle enthalten keine Schülertexte und keine Fotos. Festgehalten werden bei jedem Aufruf die Zeit, auf die Stunde abgerundet, die aufgerufene Funktion und das Ergebnis der Zugangsprüfung, ohne IP-Adresse und ohne den Code selbst. Das Kürzel deines Zugangs (zum Beispiel „lp01“) steht nur bei abgewiesenen Zugriffen dabei: wenn der Code abgelaufen ist oder zu viele Anfragen kamen. Bei einem erfolgreichen Zugriff steht kein Kürzel im Protokoll. Soveno selbst schreibt keine genauere Zeit ins Protokoll; ob der Hoster beim Ablegen eigene Zeitstempel ergänzt, ist noch nicht geklärt. Dazu kommen bei jedem KI-Aufruf die Zahl der verarbeiteten Tokens, die Anzahl geschwärzter Angaben und bei Fehlern der Grund; bei einem neuen Anlauf nach einem Fehler des KI-Dienstes dessen HTTP-Status; bei Zielvorschlägen die Lernziele aus dem Lehrplan, die vorgeschlagen oder weggelassen wurden, als Code (ohne Code die ersten 40 Zeichen des Lehrplantexts). Aus Fehlermeldungen werden Bilddaten und lange Zeichenketten ohne Leerzeichen entfernt, der Rest wird auf 200 Zeichen gekürzt. In seltenen Fällen, etwa wenn der KI-Dienst eine Anfrage zurückweist, kann dabei ein kurzer Textausschnitt im Protokoll stehen bleiben. Lokal im Browser gespeicherte Daten bleiben, bis du sie löschst – weiter unten mit einem Klick, oder über die Browsereinstellungen. Heruntergeladene Word- und CSV-Dateien, Ausdrucke und die Zwischenablage erfasst dieser Knopf nicht.
Cookies und Tracking
Soveno setzt keine Cookies. Genutzt wird nur der lokale Browser-Speicher (localStorage) für Einstellungen, den Zugangscode, einen laufenden Klassensatz und die Erprobungs-Mitschrift.
Deine Rechte
Nach dem revidierten Schweizer Datenschutzgesetz (revDSG) hast du das Recht auf Auskunft, Berichtigung und Löschung. Anfragen an hello@soveno.ch.
Hosting
Die Anwendung wird bei Infomaniak (Schweiz) gehostet.
Auf diesem Gerät gespeichert
Wird gelesen…
Alles davon liegt nur in diesem Browser und nicht auf einem Server. Mitgeschickt wird es trotzdem: Der Zugangscode geht bei jeder Anfrage an den Soveno-Server. Auftrag, Lernziele und die Texte einer Arbeit gehen an den KI-Dienst, wenn du eine Auswertung, „neu rechnen“ oder „Einfach“ auslöst.
Hinweis zur Erprobung
Diese Version ist ein Prototyp für einzelne Lehrpersonen. Für einen Einsatz mit echten Schülerdaten sind zusätzliche Massnahmen nötig (Datenverarbeitung in der Schweiz oder der EU, Auftragsbearbeitungsvertrag, Datenschutz-Folgenabschätzung, Vorabkontrolle). Bis dahin bitte nur erfundene oder KI-erzeugte Arbeiten verwenden, keine echten Schülerarbeiten, auch keine anonymisierten.
Weitere Angaben im Impressum.